OS | 18. Januar 2021

Neubau Feuerwehrhaus in Bingenheim

Die SPD Echzell setzt sich nach wie vor für den Neubau des Feuerwehrhauses auf dem gemeindeeigenen Grundstück „Am Blofelder Weg“ ein.



Damit die Planungen und sämtliche erforderliche Arbeiten im Vorfeld bereits erledigt werden können, hat die Gemeindevertretung im Juni 2020 - mit den Stimmen von SPD und CDU - dem von allen Seiten angenommenen Standort zum Neubau des Feuerwehrhauses erneut zugestimmt.

Leider wurde dieser Beschluss von den Grünen nicht mitgetragen.

Seit der letzten Sitzung der Gemeindevertretung ist auch klar, warum sich die Grünen so verhalten. Nachdem sie das Feuerwehrhaus auf dem Privatgelände der MHI im Steinbruch bauen wollten, haben sie nun versucht, es auf dem ehemaligen Friedhofsgelände zu errichten. Frei nach dem Motto:

Überall, doch nur nicht auf dem Gelände, welches von einem Vorstandsmitglied der Grünen gepachtet ist.

Durch diese Vorgehensweise wird deutlich, dass es dem Pächter und seiner Partei um Eigeninteresse geht und nicht um das Gemeinwohl. Wie wir in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung erfuhren, ist der Pächter sogar Gründungsmitglied des Ortsverbandes der Grünen in Echzell. Und jetzt, wo es um die Umnutzung der von ihm angepachteten Fläche geht, steht er auf der Liste der Grünen für die bevorstehende Kommunalwahl. Ob er glaubt, so den Neubau verhindern zu können?

Was er denkt, ist eigentlich nicht von Bedeutung. Im Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetz (HBKG) ist als Zweck des Brandschutzes, der Allgemeinen Hilfen und des Katstrophenschutzes angegeben: „Die Gewährleistung vorbeugender und abwehrender Maßnahmen gegen Brände und Brandgefahren und gegen andere Gefahren.“ „Die Vorbereitung der Abwehr und die Abwehr von Katstrophen.“ Die Gemeinde muss also jeweils dafür sorgen, dass Brandschutz gewährleistet wird. Sollte es keine Freiwillige Feuerwehr mehr im Ort geben, ist die Gemeinde gezwungen, auswärtige FFen zu beauftragen, was die Gemeinde finanziell teuer zu stehen käme.

Wer also die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde vertreten möchte und für das Amt eines Gemeindevertreters kandidiert, sollte an oberster Stelle den Schutz und das Wohlergehen der Bevölkerung im Auge haben.

Einzelinteressen sind wie in diesem Fall definitiv abzulehnen, und dürfen unter keinen Umständen von Parteien unterstützt werden!

Der Pächter und seine Partei haben allerdings noch eine Chance: Sie sollten sich von dieser sinnlosen und gefährlichen Hinhaltetaktik verabschieden und die Gemeinde und ihre Planer auf das Grundstück lassen. Dann können bereits in diesem Frühjahr die naturschutzrechtlichen Untersuchungen und sämtliche notwendigen Vorarbeiten durchgeführt werden, um einen Bauantrag zu stellen. Wem das Allgemeinwohl und der Schutz der Men-schen am Herzen liegt, der verhält sich nicht so unangemessen, wie wir es in diesem Fall erleben. Für die Mitglieder der SPD ist völlig klar, dass der beschlossene Neubau des Feuerwehrhauses oberste Priorität hat und verwirklicht wird. Wir sind sehr dankbar dafür, dass es unsere Feuerwehrkameradinnen und Kameraden gibt. Sie sorgen dafür, dass jedem, der in Not gerät, geholfen wird. Sie engagieren sich uneigennützig und ehrenamtlich für die Allgemeinheit. Deswegen müssen und wollen wir die Feuerwehren mit den notwendigen Dingen, die sie zum Ausüben ihrer wertvollen Tätigkeit benötigen, ausstatten. Dazu zählt auch ein neues Feuerwehrhaus, wenn das alte Gebäude ausgedient hat und nicht mehr den technischen Voraussetzungen entspricht.

Die SPD in Echzell wird den Feuerwehren der Gemeinde ein zuverlässiger Partner sein, der immer ein offenes Ohr für die Belange der Kameradinnen und Kameraden haben wird.

Wenn Sie, liebe Echzellerinnen und Echzeller, am 14.3.2021 zur Kommunalwahl gehen, sollten Sie das bedenken. Mit der SPD wird es das neue Feuerwehrhaus geben, mit den Grünen wird es vielleicht weitere lange Jahre zum Stillstand in dieser Sache kommen.



FAKTENCHECK

Wenn man das so liest, fragt man sich schon, was ist da los? Gibt es denn keinen anderen Standort? Was soll das Getue?

Hier einfach ein paar Fakten, die man dazu wissen sollte:
Vor dem Beschluss „Am Bloefelder Weg“ zu bauen, wurden mögliche Standorte im Ortsteil Bingenheim auf Machbrakeit und zentrale Lage für schnelle Erreichbarkeit ermittelt. Dieses Grundstück erwies sich in Größe, Lage und Zuwegung - auch in Abstimmung mit der Feuerwehr Bingeheim - als am geeignetsten.

Dem Pächter wurden dafür im Ortsteil Bingenheim größere Ausgleichsflächen angeboten, für die er die gleiche Pacht entrichten bräuchte. Dieses Angebot wurde vom Pächter abgelehnt.

Das Gelände am Steinbruch eignet sich nicht, da es in privater Hand ist und somit unter anderem staaltiche Zuschüsse bei der Finanzierung verloren gingen.

Eine schnelle Umsetzung des Baus ist dringend notwendig, da das jetzige Gebäude seit Jahren nicht mehr den aktuellen Bestimmungen entspricht. Die Schließung droht.

Die vorherige Regierungsfraktion CDU, FWG und Grüne haben es sträflich versäumt - so wie vieles andere auch - einen Neubau in die Wege zu leiten.

DIES MUSS MAN DAZU WISSEN!